Hörmann, Jessica
Sanierungsmanagerin - SG Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Innovation
Beachten Sie bereits in der Planungsphase rechtliche Vorgaben wie Bauordnungen, die Energieeinsparverordnung (EnEV) bzw. ihre Nachfolgeverordnung und Barrierefreiheitsgesetze. Die Ausführungsplanung dient als Orientierung für Planer:innen, Handwerker:innen und Bauabläufe. Prüfen Sie, ob Sie Eigenleistungen erbringen können und ob die Maßnahmen in einem Zug oder in mehreren Abschnitten umgesetzt werden sollen. Eine frühzeitige Beratung durch Energieberater:innen oder Architekt:innen hilft dabei, die Machbarkeit, die Kosten und die Fördermöglichkeiten realistisch einzuschätzen. Eine klare Terminplanung koordiniert Bau- und Genehmigungsprozesse und vermeidet Überschneidungen.
In der Planungsphase ist es außerdem wichtig, über weitere bauliche Maßnahmen nachzudenken.
Denn in dieser Phase legen Sie neben den Kriterien für Energieeffizienz auch die für Barrierefreiheit, Komfort und Instandhaltung fest. Zudem berücksichtigen Sie rechtliche Vorgaben, um Fördermittel korrekt beantragen zu können.
Folgende zusätzliche Fragen sollten Sie sich in der Planungsphase stellen:
In der Regel lassen sich durch die Kombination von energieeffizienten und weiteren baulichen Maßnahmen Kosten sparen. Zudem muss nur einmal Bauschutt und -staub ins Haus geholt werden.
Über die Architektenliste der Architektenkammer Baden-Württemberg finden Sie Planende in Ihrer Umgebung.
Nachdem die Ausführungsplanung abgeschlossen ist und sämtliche Maßnahmen im Einzelnen festgelegt sowie die Materialien bestimmt wurden, können Sie Angebote anfordern. Grundlage hierfür bildet eine Leistungsbeschreibung. Je detaillierter die Beschreibung der gewünschten Leistung formuliert ist, desto einfacher ist der Vergleich der Angebote. Die Leistungsbeschreibung sowie das jeweilige Angebot werden Bestandteil des Bauvertrags, den Sie mit den ausführenden Unternehmen abschließen.
Bei der Planung müssen die Kosten und die Finanzierung berücksichtigt werden. Dabei ist es wichtig, bereits im Voraus den eigenen Kostenrahmen festzulegen, damit die Sanierungsmaßnahmen realisierbar sind.
Bei einer energetischen Sanierung von Wohngebäuden gibt es verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten und Förderprogramme, die die Investitionskosten senken können. Wichtige Anlaufstellen sind das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) sowie die KfW (Kreditnehmer-Bankengruppe, offiziell Kreditanstalt für Wiederaufbau). Die Programme unterstützen entweder in Form von Zuschüssen, die nicht zurück gezahlt werden müssen oder über zinsgünstige Darlehen. Typische Fördermodule umfassen die Modernisierung einzelner Bauteile (Dämmung, Fenster, Heizung), umfassende Sanierungsmaßnahmen oder Energieeffizienz-Add-On-Programme.
Wenn Sie zunächst von einem Energieberater einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen, erhalten Sie für zahlreiche Einzelmaßnahmen zusätzlich einen Bonus und damit eine höhere Förderung. Viele weitere Boni fördern zudem besonders zukunftsfähige Standards und Techniken.
Zinsgünstige Darlehen beantragen Sie über Ihre Hausbank. Die Beantragung von Zuschüsse erfolgen in der Regel direkt bei der jeweiligen Förderstelle (BAFA oder KfW). Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert mit Investitionszuschüssen die Sanierung zum Effizienzhaus sowie energetische Einzelmaßnahmen. Sie unterstützt Ihr Sanierungsvorhaben mit Zuschüssen zur Finanzierung und zinsverbilligten Darlehen. Die Beantragung der BEG-Förderung erfolgt über Zuschüsse und zinsgünstige (Ergänzungs-) Kredite bei der Förderbank KfW sowie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). In den meisten Fällen benötigen Sie für die Beantragung einen Sachverständigen, beispielsweise einen Energieberater oder eine Energieberaterin.
Über folgenden Link finden Sie eine aktuelle Förderübersicht:
Förderübersicht: Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)
Zusammenfassung über Änderungen im BEG 2026
KfW Förderkredit Nr. 261 - Wohngebäude Kredit Effizienzhaus
KfW Förderkredit Nr. 308 - "Jung kauft Alt" - Wohneigentum für Familien – Bestandserwerb
Sanierungsmanagerin - SG Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Innovation