Machbarkeitsstudie Gewerbegebiet Steingau-/Hegelstraße
Im November 2024 wurde die Firma EGS-plan beauftragt eine vertiefende Machbarkeitsstudie für das Netzeignungsgebiet Innenstadt durchzuführen. Davon liegen erste Ergebnisse der Studie vor.
Potential an erneuerbaren Wärmequellen
Untersuchungen haben ergeben, dass kein nennenswertes Potential an Abwärme von den ansässigen Betrieben oder aus dem Abwasserkanal gewonnen werden kann. Südlich der Bahnlinie gibt es eine Fläche, die für ein Erdsondenfeld und die Aufstellung von Luft-Wasser-Großwärmepumpen geeignet ist. Auf dieser Fläche könnte die Wärme für das Gewerbegebiet Steingau-/Hegelstrasse gewonnen und gleichzeitig ein Teil für das Nahwärmenetz Innenstadt genutzt werden. Für die Wärmegewinnung ist ein Erdsondenfeld mit 270 Erdsonden geplant, die eine Sole/Wasser Wärmepumpe mit ca. 1 MW Leistung versorgt sowie vier Luft/Wasser Wärmepumpen mit je 400 kW Leistung. Derzeit wird die Fläche als Ackerfläche genutzt. Nach dem Setzen der Erdsonden kann die landwirtschaftliche Nutzung fortgeführt werden.
Standorte für eine Heizzentrale
Als mögliche Standorte für eine Heizzentrale wurden sieben Standorte untersucht. Im Ergebnis ist eine Heizzentrale südlich der Bahnlinie entlang der Hegelstraße die günstigste Option, welche die Wärme aus dem Erdsondenfeld und der Luft-Wasser-Großwärmepumpen ins Netz einspeist. Diese Heizzentrale ergänzt die Heizzentrale am Güterbahnhof und ist auch mit dem dortigen Nahwärmenetz verbunden. Somit kann das Biomassekraftwerk auch als Redundanz für die Heizzentrale des Gewerbegebietes genutzt werden. Die Machbarkeitsstudien zu den Wärmenetzeignungsgebieten Innenstadt und Gewerbegebiet haben deshalb einen engen Zusammenhang und werden künftig gemeinsam betrachtet und weiterentwickelt.
Länge der Netztrasse
Für das Nahwärmenetz Gewerbegebiet Steingau-/Hegelstraße wird mit einer Netz-Trassenlänge von ca. 5,5 km gerechnet. Davon wären 4,5 km Verteilleitungen und 1,0 km Hausanschlussleitungen.