Nahwärmenetz-Eignungsgebiet Schafhof

Das Stadtgebiet Schafhof besteht aus rund 1.000 Gebäuden und hat einen Anteil am Gesamtwärmebedarf von Kirchheim unter Teck von rund 4%. Aktuell basiert ein Großteil der Wärmeerzeugung auf Direktstromheizungen. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Betrachtung des Schafthofs ist der aktuelle Generationenwechsel. Hier bietet sich die Chance für Gebäudeeigentümer im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen eigene Gebäude energetisch zu ertüchtigen und sich an eine zentrale Wärmeversorgung anzuschließen. In direkter Nähe zum Schafhof konnten Freiflächen zur Energieerzeugung identifiziert werden, die für eine zentrale Versorgung genutzt werden können, zum Beispiel durch die Installation von Erdwärmesonden. Für die Nutzung von Erdwärme sind die geologische Voraussetzungen sehr gut. Die Gewinnung von Abwärme aus dem Abwasser benötigt ausreichend große Kanaldurchmesser. Auch diese sind in Teilen groß genung, um Abwärme zu gewinnen. Aus diesen Gründen wurde die Priorität des Nahwärmenetz-Eignungsgebiets Schafhof als hoch eingestuft und die Durchführung einer Machbarkeitsstufe in den Maßnahmenkatalog bis 2030 der kommunalen Wärmeplanung aufgenommen.

Im Zentrum des Quartieres befindet sich bereits ein kleineres Nahwärmenetz, das über ein Holzhackschnitzelheizwerk und einen Ölkessel versorgt wird. Hier sind öffentliche Gebäude und angrenzende Wohngebäude angeschlossen. Aktuell überwiegt insgesamt die Wärmeversorgung über Direktstrom und Biomasse, im Weiler Schafhof über Heizöl.

Eine Karte zeigt eine Siedlung mit dicht angeordneten Häusern und Straßen, umgeben von grünen Freiflächen.
© GeoBasis-DE / BKG (2026) CC BY 4.0

Weiteres Vorgehen

Aktuell wird für das Stadtgebiet Schafhof eine Voruntersuchung gemacht, um zu sehen, ob ein Nahwärmenetzausbau im gesamten Gebiet oder in Teilgebieten sinnvoll ist oder keine Eignung für ein Nahwärmenetz vorliegt . Dabei werden auch die Veränderungen in der Wärmeversorgung in den letzten Jahren untersucht, zum Beispiel durch die dezentrale Installation von Wärmepumpen. Auf der Grundlage dieser Untersuchungen wird in 2026 entschieden, ob eine weitergehende Machbarkeitsstudie beauftragt wird. 

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